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living room - SOHO
ein Diskussionsraum zum Thema
Allianzenbildung
"Allianzenbildung heisst zumindest zeitweilige
Parallelisierung von Interessen, um eine gemeinsame Stoßrichtung
zu finden.
Die Allianz ist umso kräftiger, je mehr Interessensfraktionen
in dieselbe Richtung arbeiten." BUM
Das künstlerische Tun als politische Intervention
muss die Dynamik der Machtbeziehungen in seine Analyse miteinbeziehen:
- Wann wird das künstlerische Handeln zur Bestätigung?
- Wann wird Bestätigung zu Verbrechen?
- Wie kann das künstlerische Handeln Herrschaft angreifen?
- Und welche Form des widerständigen künstlerischen
Handelns produzieren wir?
- Wer muss ruhen, während wir handeln?
- Und wer handelt ununterbrochen und verweigert dadurch den anderen
den Raum?
Fragen über Fragen, die sich alle auf das,
was KünstlerInnen tun, auf die Produktionsbedingungen der Kunst
beziehen ... Schaffen die KünstlerInnen mit ihrem Tun nicht
Räume, in denen die Ausgeschlossenen gehört werden, schaffen
sie es nicht, bisher unbeachtet gebliebene Perspektiven freizulegen,
dann fehlt ihnen die Differenz zum erfolgreichen Mainstream. Dabei
denke ich die Antagonismen innerhalb des Kunstfeldes nicht als eine
Beliebigkeit, in dem die frei flottierenden KunstproduzentInnen
ihren Widerstreit austragen können.
Wenn die Entscheidung getroffen ist, antisexistische,
antirassistische usw. Kunst zu betreiben, dann kann es sich bei
aufeinandertreffenden Antagonismen nur um die Frage von Strategie
und Taktik handeln.
Das ist der Punkt, wo die Fähigkeiten und
Ressourcen der KünstlerInnen mit anderen, in die gleiche Richtung
politisch engagierten Subjekten zu Allianzen finden können.
Und die Spielregeln sind eben die, dass die Ausschließungen
in unseren Gesellschaften, wenn nicht bekämpft, dann zumindest
nicht reproduziert und weiter tradiert werden."
Ljubomir Bratic
Restaurant ETAP - im Hof. 16, Neulerchenfelder Straße 13
Konzept: Ljubomir Bratic
(BUM), Daniela Koweindl, Ula Schneider
Bilder von Alexandra
Wacker: "Omufuma" (2001)
Programm
- 22. Mai: opening night [mehr
...]
- 24. Mai: Diskussion "Arbeitsverhältnisse: Prekarität
bis Ausnahmezustand" [mehr
...]
- 25. Mai: KANAK TV KÖLN [mehr
...]
- 26. Mai: Diskussion: "Medien als politische Räume"
[mehr ...]
- 27. Mai: "Nachtreise" Film und Gespräch
[mehr ...]
- 28. Mai: Diskussion "Erkämpfen der Öffentlichkeit.
Wem gehört die Öffentlichkeit?" [mehr
...]
- 29. Mai: CommULab 2.0 [mehr
...]
- 31. Mai: Videopräsentation "Ich will kein Dieb sein"
[mehr ...]
- 1. Juni: Diskussion "Legalisierung für Alle!"
[mehr ...]
- 2. Juni: Diskussion "MACHT Kunst Sozialarbeit? [mehr
...]
- 3. Juni: Präsentation und Gespräch "Geteilte
Territorien Erkämpfte Gemeinsamkeit I" [mehr
...]
- 4. Juni: Präsentation und Gespräch "Geteilte
Territorien Erkämpfte Gemeinsamkeit II" [mehr
...]
- 5. Juni: Abschlussfest [mehr
...]
living-room die freundin hört
mit
Lale Rodgarkia-Dara
und Barbara Stöhr
Nichts ist mehr privat, schon gar nicht die eigenen
vier Wände. Wenn schon von allen Seiten mitgehört wird,
dann richtig. Im living-room wird gestritten, geplauscht sowie gesprochen
und die Freundin hört mit, zeichnet auf, archiviert und produziert
vier anregende Stunden über den Mikrokosmos Wohnzimmer im Radio
Orange mit gebetenen Gästen, gelben Getränken und großen
Geschichten.
48 Stunden SOHO 2004 auf 6 DVDs, wer kann
da noch zuhören?
www.speis.net
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