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25. Mai 2004
     
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english19.00: KANAK TV KÖLN
Videos und Gespräch

Kanak TV – Migrantische Selbstermächtigung
oder Warum Kanak TV politisch ist

"Kanak TV agiert dort, wo rassistische Hierarchien zur Norm erklärt werden. Wir weisen jeden Versuch entschieden zurück, Migranten anzuglotzen, zu vermessen und in Kategorien zu pressen. Statt dessen richten wir den Blick auf Alemannen, die es für selbstverständlich halten, andere zu prüfen, zu fragen, und in ihrem Blick zu verkleinern.

Als wachsamer Begleiter des Alltags verstört Kanak TV gewohnte Sichtweisen und liebgewonnene Rezeptionsmuster. Kanak TV verbreitet Unbehagen unter den Selbstgerechten. Bei Kanak TV gibt es weder ein befreiendes Lachen noch ein solidarisches Mitgefühl. Trotz allem bringt Kanak TV Menschen zum Lachen. Und je deutscher und selbstgefälliger das Publikum, desto tiefer bleibt ihnen das Lachen im Halse stecken.

Wir, Kanaken, produzieren die längst überfälligen Gegenbilder zu den ewig gleichbleibenden Bildern von Migranten. Wir konterkarieren die Bilder von den kriminellen Ghetto-Kanaken, schwitzenden Döner-Kanaken oder stummen Kanakinnen mit Kopftuch, die symbolisch für unsere Rückständigkeit und Unterdrückung stehen.

Kanak TV ist die Umkehrung des rassistischen Blicks. Aber wir wollen nicht nur den rassistischen Blick und die festgelegten Bilder im Kopf zu Tage bringen. Unser Fokus richtet sich auch darauf, wie Bilder gemacht, manipuliert und eingesetzt werden. Kanak TV entlarvt den medialen Blick als Macht, indem es sich dieses Macht-Blickes bedient. So soll das Machtverhältnis in Frage gestellt, zurückgewiesen und ihm entgegengewirkt werden.

Wir zitieren und entblößen den Rassismus als soziales Verhältnis, als ein Konstrukt, das bestimmte gesellschaftliche Hierarchien herstellt und perpetuiert und dabei bestimmte Gruppen von Menschen marginalisiert und sie in dieser Position hält. Hier ist unser Interventionsfeld. Aus der stumm und gesichtslos gemachten Masse tauchen plötzlich handlungsfähige und handelnde Subjekte auf.

Wir lassen den Blick nicht länger auf uns richten – wir richten den Blick. Kanak TV ist migrantische Selbstermächtigung."

Kanak Attak Köln - www.kanak-attak.de
www.kinoki.at


Videoprogramm

Aktionstag für das Recht auf Legalisierung
1. Bundeskongress der Dienstleistungsgesellschaft ver.di, 24.10.2003 Berlin
Kanak TV, Gesellschaft für Legalisierung, D 2003, 8 Min., Video
Das Märchen von der Integration, Kanak TV, D 2002, 15 Min., Video
Weißes Ghetto, Kanak TV, D 2001, 8 Min., Video
Philharmonie Köln - 40 Jahre Einwanderung, Kanak TV, D 2001, 9 Min., Video


Gespräch mit
Oulios Miltiadis (kanak TV, Köln)
Sun-ju Choi (kanak TV, Köln)
Anna Kowalska
Peter Grabher (kinoki)

Organisation: Anna Kowalska und Peter Grabher (kinoki)

living room-SOHO

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19.30: Gespräch mit Suppe zum Thema „Namen – eine urbane Spurensuche“

Bewegt man sich lesend und schauend durch die Stadt, so sind es – nach wie vor – die Namen von Männern die Straßen und Plätzen ihren Namen geben, nach wie vor – im großen und ganzen – die Zeichen, Denkmäler und Spuren einer männlichen Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur, die den offiziellen öffentlichen Raum prägen. Auf den zweiten Blick jedoch, wenn man die Augen dafür schärft und gezielt sein Augenmerk darauf richtet, dann sind sie schon präsent im öffentlichen Raum, die weiblichen Namen. Als Vornamen sind sie als Geschäftsschilder, als Namen von Geschäften über den ganzen Raum der Stadt verteilt, ob Doris Moden oder Erikas Fußpflege, ob Viktorias Café oder Hermis Weinstube … Frauennamen, Frauenvornamen tauchen auf, durchziehen die Straßen, nehmen sich ihren Platz in der Öffentlichkeit und erzählen eine andere Geschichte des öffentlichen Raums. Hier setzt das Projekt "Last Name" an. Nicht mit einem Nachnamen (dem Namen des Vaters oder dem Namen eines Ehemanns) setzen Frauen auf ökonomische Präsenz im öffentlichen Raum, sondern mit ihrem Vornamen. Um im Namen dieser Namen Geschichten und Anekdoten zu erzählen, um eine (fingierte) weibliche Erinnerungstradition in Gang zu setzen, ins Zentrum zu rücken, darum geht es im Projekt "Last Name". Hier werden Erinnerungen geschaffen, Spuren aufgezeichnet und festgehalten, Erinnerungsspuren gelegt, ehe es zu spät ist. Ehe diese oft kleinen und höchst unterschiedlichen Geschäftslokale und Einrichtungen größeren Zusammenhängen weichen müssen, unter dem Druck der Marken, Serien und Labels anderen Einkaufs- und Konsumgewohnheiten weichen.

"Last Name" ist eine namentliche Assoziationskette, die Frauenvornamen setzen Geschichte(n) in Gang: wie könnte das Leben von Doris oder Erika, Voktoria oder Hermi verlaufen sein, für welche wilden, abenteuerlichen, skurrilen, von der Norm abweichenden oder "ganz gewöhnlichen" Frauenbiografien stehen diese Vornamen ein, was für ein Leben verbirgt sich hinter diesen lapidaren Kürzeln ohne Nachnamen? Diese Frauenvornamen werden zum Sprechen gebracht, zu Leben erweckt und in einem anderen Kontext veröffentlicht. Dias und Texte fangen die Namen ein, in den Projektionen taucht der öffentliche Raum der Stadt auf, in den Texten die mögliche gelebte weibliche Geschichte als Geschichte des privaten Raums, die den öffentlichen streift, berührt, mitbestimmt und mitgestaltet.

plan b: Elke Krasny & Cynthia Schwertsik

knitting room bei Remaprint

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15:00-18:00 K.I.O. LAB für Mädchen

Multimedia-Workshop mit den Mädchen der Gaullachergasse, zu dem Mädchen aus ganz Wien herzlich eingeladen sind! (Teilnahme kostenlos)

Mit der Medienkünstlerin können die Mädchen unter Verwendung des vorbereiteten Materials üben, wie man einen Videomixer bedient, Material spontan aussucht und zwischen zwei Videokanälen hin- und herschaltet. Die Jugendlichen spielen selbst mitgebrachte Audio CDs ein und üben zur Musik.

K.I.O.LAB

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18.00-22.00: tschechische Musik, tschechische Küche

Treffen wir uns am Yppenplatz!
Setkáme se na Yppenplatzu!

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SOHO KOCHT

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Resonanz lädt zum Gespräch ein!

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