art in migration
1. 1. bis 31. 12. 2007
spektakulären Strassenzeitschrift: die 5. Ausgabe ist erschienen! Erhältlich in der Projektwerkstatt-SOHO oder bei Strassenkolporteuren. Bestellung: contact@sohoinottakring.at
Richtige art in migration-Fans werden sich gefragt haben, wo wir abgeblieben sind. Eigentlich wollten wir ja regelmäßig und öfter im Jahr erscheinen, bloß wollten wir noch zusätzlich eine große Straßenzeitungs-Konferenz mit südosteuropäischen Vertreterinnen organisieren, was dann alles nicht geklappt hat. Unsere KünstlerInnen treiben sich lieber in anderen Kontinenten herum. Dafür hat nun Valeria Ossio in ihrer Heimatstadt La Paz die Straßenzeitung der Schuhputzer-Jungs entdeckt und Alexander Nikolic startet als Zukunftsmusik in Kooperation mit örtlichen Filmemachern ein Projekt zur Initiierung einer Straßenzeitung in Nairobi (in dieser Ausgabe das „Slum-TV“ von Lukas Pusch). Das Mirovni Institut/Friedensinstitut Ljubljana wird uns durch das EU-Projekt „Living on a Border“ die nächste AIM-Ausgabe im Herbst finanzieren. Lana Zdravkovic und Nedad Jelesijevic vom Institut für Kunst Produktion „kitch“ sind unsere Partner und besuchten uns auch schon im SOHO-Büro in Wien.
Edgar Lliuya lebte als „artist in residence“ in der Villa Waldberta in Müchen und Obiora Ofoedu wird das neue anti slavery-Museum in Liverpool besuchen. Das entsprechende EU-Projekt hierzu nennt sich „Open here: ConsTRUCKtions – ConNEXTions“. Dieses Jahr wird ein alter Lastwagen voller Kunst von München über Wien nach Marseille fahren, nächstes Jahr ein Container von Ljubljana über Wien nach Bologna transportiert. Mobile Kunst-Güter sind gefragt und die Kunst-ErzeugerInnen kurven ebenfalls so viel wie möglich herum. So können Sie z.B. unseren Hansel Sato bei der Documenta 12 in Kassel besuchen. Oder Sabina und Milenko bei den „ArtSylants“ in der Metelkova oder der alten Fahrradfabrik ROG in Ljubljana. Was tut sich in Wien? Kooperationen mit dem Flüchtlingsheim Karwan Haus oder mit der Kalligrafin Zehra Yilmaz (Bild) sind in der Zeitschrift verewigt. Wie würde Alex Nikolic auf seiner Wienstation zwischen Havanna und Nairobi sagen? Kunst ist „Ka Dreck“. Für alle, die hier bleiben mussten, also ein kleiner Trost: Sie halten die neue art in migration in Händen!
Kerstin Kellermann (Co-Redaktion mit Joshua Korn)
„art in migration“ - 5. Ausgabe
DIE SPEKTAKULÄRE TRANSKULTURELLE KUNSTZEITSCHRIFT VON SOHO IN OTTAKRINGGlobal
„Ein Flüchtling wartet jeden Tag auf Antwort“, von Joseph(ö/Ruanda) 3„Das Bild als ein Ort des Widerstandes“, von Valerie Ossio (La Paz) 4
How I Learned to Overcome My Fear . . . , von Emanuel Danesch 6
„Mach’ nun den Weg frei“, von Hansel Sato (Puno) 8
Kunst Beatmung, von Sabina Rituber (Murska Sobota/Ljubljana) 10
„Und Gott schuf die Wirtshaussängerin“, von Milenco Ilic 12
Vienna Voodoo und Slum TV, von Lukas Pusch (Nairobi) 13
A bag of immunity on a truck, von Obiora Charles Ofuedo 15
Von Schuhen umgeben, von Edgar Lliuya (München) 17
Habana I LUV YU, von Alexander Nikolic (Havanna) 19
Brücke der Freundschaft, von Kamen Stoyanov (Rousse/Giurgiu) 2
Flash
Tanzende Buchstaben, von Zehra Yilmaz 21The Migrant Artist: A Survey, von Lisa Rosenblatt und Josh Korn 22
„Das Fenster der Wiederbelebung“, von Georg Demmer 24
„Versinkende Welt der Bahnsysteme Galiziens“, von Magdalena Blaszczuk 25
Patience and Adaptability, von Patrick (ö/Cote D’voire) und Anonym (Nigeria) 26
„Quatschen Sie keine Opern, mein Herr!“, von Felix Glücksmann 27
Textkunst
„Abendmahl, Nachtland“, von Michèle Thoma 28„Am Europopo“ und „Europaradie“, von Natalie Deewan u. Stefanie Wuschitz 29





