SOHO IN OTTAKRING

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Die unerträgliche Leichtigkeit der Arbeit

Die unerträgliche Leichtigkeit der Arbeit

16. 5. bis 30. 5. 2009
zu offiziellen Soho öffnungszeiten geöffnet

Ein Kunstprojekt von Greta Znojemsky und Kindern

Rauminstallation mit Objekten aus Draht

Arbeiten oder nicht arbeiten - als sozio-politische Frage aus Kindersicht - in Zusammenarbeit mit Kindern entstanden. Reflexion der Bedeutung von Arbeit durch Betrachtung multidimensionaler Ansichten zu den Polaritäten arbeiten oder nicht arbeiten.

Welche Formen, Zeichen, Objekte und Gegenstände tauchen auf, wenn Kinder über arbeiten oder nicht arbeiten nachdenken? Greta Znojemsky entwickelte in einem mehrwöchigen Arbeitsprozess mit Kindern Bilder und Vorstellungen zu den Begriffen ‚arbeiten oder nicht arbeiten'. Daraus entstanden Symbole und Zeichen. Diese dienten als Formvorlagen für die Weiterführung in Objekte aus Draht. Die Kinder verdoppelten schließlich ihre Zeichen, um dreidimensionale Skulpturen zu bilden. Der Betrachter soll ‚arbeiten oder nicht arbeiten' aus einer mehrdimensionalen Perspektive erfahren können.


Das Werk Die unerträgliche Leichtigkeit der Arbeit ist vielschichtig, es wechselt die Perspektive. Es verweigert sich dem schnellen Blick und stellt Sehgewohnheiten, die selbstverständliche, unreflektierte Wahrnehmung von Arbeit und ihren sozio-kulturellen Symbolen, in Frage. Die Erfahrung ist nicht nur visuell sondern auch taktil. Die fragilen Arbeiten aus Draht sind Denkanstöße, ja sie sind Stolpersteine der eigenen fest gefügten Vorstellungen. Sie fragen nach der menschlichen Existenz im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Freizeit.

Der spontane Anblick der Installation bietet uns höchstens die Umrisse, wenn der Blick vergeblich versucht, alle einzelnen Dinge, von denen jedes den Blick ganz gefangen nehmen will, zusammenzuhalten. Einige dieser filigranen Objekte geben dem Betrachter die größten Rätsel auf, regen an gegebene Zeichen zu entziffern, neue Perspektiven auf vergangene, gegenwärtige und mögliche zukünftige Wirklichkeit jenseits altbekannter Traditionen zu entdecken. Die Objekte geben einen kleinen Einblick in eine Arbeitswirklichkeit, die so gesehen fremd und andersartig auf uns wirkt, die jedoch gleich neben uns beginnt.

In Zusammenarbeit mit:

GRG17 Geblergasse, BRG16 Schuhmeierplatz, KMS Brüßlgasse