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Fettverteilung

WO: Alte Milchtrinkhalle | Kongresspark, 1160 Wien
WANN: Mi 8. Juni, 18.30 Uhr

FETTVERTEILUNG – Tischgespräche mit Kaffee & Kuchen
von Julischka Stengele mit ARGE Dicke Weiber (Malena & Christine), Kristina Kuličová, Maira Enesi Caixeta und Sara Ablinger

Dicke Menschen ernähren sich ungesund. Sie sind faul, maßlos und leistungsschwach. Gebildete Menschen achten auf ihre Körper. Das heißt: sie kaufen bio, essen vegetarisch und halten sich mit Sport in Form. Korrekt? Beim Thema Essen sind Vorurteile und der erhobene Zeigefinger nie weit. Um Gesundheit geht es dabei allerdings nicht.

Die Referentinnen* sprechen über diskriminierende Körperbilder, Fettfeindlichkeit, kapitalistische Werte und alternative Strategien im Umgang damit. Thematische Zuckerkunstwerke sorgen dafür, dass der Genuss dabei nicht zu kurz kommt. Weitere Kuchenspenden für die gemeinsame Tafel sind willkommen. 


Julischka Stengele betätigt sich als Künstlerin, Kulturschaffende und Aktivistin. Vor ihrem Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien machte sie eine Ausbildung zur Köchin. Sozialisiert in der weißen Unterschicht in Westdeutschland, erklärt sie (ihr eigenes) Körperfett zu einem politischen Thema.
ARGE Dicke Weiber – Malena & Christinevertreten die seit 2009 bestehende ARGE Dicke Weiber, welche sich für ein wertschätzendes Miteinander, positive Selbstbilder, Körpervielfalt und ein würdevolles Leben im dicken/fetten Körper einsetzt. Wir stehen ein für eine neue Körperpolitik, in welcher jeder Körper ein guter Körper ist.
Kristina Kuličová bemüht sich, Fett-Diskriminierung auf theoretischer und performativer Ebene sichtbar zu machen. Sie ist Mitbegründerin des von 2013-2015 bestehenden, queer-feministischen, fat_positiven Krawallkollektivs FAT UP und Mitorganisatorin des Berliner Festivals FAT! Fett voll feiern.
Maira Enesi Caixeta (21) ist Afro-Latina, Studentin an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Projektmitarbeiterin von Das Leben hat Gewicht | maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen in Linz. Ihre Gedichte drehen sich um Anti-Rassismus, Depression und Körperbilder aus Schwarzer Perspektive.
Sara Ablinger (30) aka queerfatfeminist ist Kunsthistorikerin*, Aktivistin* und selbstständig mit Atemgymnastik und tantrischer Körperarbeit. Auf unterschiedlichsten Wegen kämpft sie* für mehr Selbstliebe, Sinnlichkeit und Wertschätzung, besonders aber in (Körper-)Selbsterfahrungs-Workshops für dicke Menschen. 


Titelbild: ©TeresaNovotny