WZG_Module_web.indd

Mi 8. Juni

nachhaltig Ordnen_stilleben_©honey&bunny

Nachhaltig ordnen
Performance und Nachhaltigkeitsworkshop zum Mitmachen in aktiver Begleitung von honey & bunny

WO: Interspar Supermarkt, Sandleitengasse 41 | Treffpunkt: Im Geschäft nach der Feinkostabteilung
WANN: Mi 8. Juni, 10 – 15 Uhr

Im Interspar offenbart sich ein ungewohntes Bild. Etwa 30 Menschen sortieren um. Sie räumen Produkte aus Regalen aus und – in Absprache mit den KünstlerInnen – in bereit gestellte Regale völlig anders wieder ein. Hier ordnen SupermarktbesucherInnen, Interessierte, Jugendliche, Kinder Lebensmittel nach Wasserverbrauch, Transportweg, Fairness in ein herkömmliches Supermarkt Regal ein.

Jede/r kann spontan mitmachen!

Ziel ist ein exklusiv einsortiertes Nachhaltigkeitsregal am Ende jeder Performance.

Titelbild: ©honey & bunny / Studio Ulrike Köb

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

P1100281

Pierogi TO GO
Teigtaschen Kochworkshop
von Joanna Zabielska und Daniel Mikolajčák

WO: Küchenskulptur, vor dem alten Kino | Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
WANN: Mi 8. Juni, 17 – 21 Uhr
Anmeldung erbeten: contact@sohoinottakring.at oder t. 0676 3526743
Der Pierogi TO GO Stand ist zudem während des gesamten Festivals von 4. bis 18. Juni vor Ort!

Teigtaschen sind wie Menschen. Oder sind Menschen vielleicht wie Teigtaschen? Es gibt sie auf der ganzen Welt: Polnische Pierogi, Slovakische Pirohy, Russische Plemeni. Bosnische Klepe, Türkische Manti. Kasachische Manti, Georgische Khinkali, Mongolische Buuz, Tibetische Momo, Afghanische Mantu. Chinesische Jiaozi, Koreanische Mandu, Japanische Gyoza. Indische, Pakistanische oder Nepalesische Samosas und Latein Amerikanische Empanadas.

Teigtaschen haben die Welt friedlich erobert! Wie war das möglich?
Finden wir es gemeinsam heraus! Verliebe dich in Pierogi-Fusionen aus verschiedenen Traditionen, hergestellt von einem internationalen Kochteam!
Möchtest du selbst lernen, wie man Teigtaschen macht? Aktuelle Pierogi-Infos gibt’s hier: Pierogi TO GO
Spenden willkommen!

Joanna Zabielska wurde in 1989 in Warschau geboren. Sie hat Raumplanung auf der TU Wien studiert und macht weiter mit Social Design auf der Universität der Angewandten Kunst Wien. Sie sucht ständig ein Balance zwischen Kunstprojekten und Stadtplanungsprozessen. Seit Jahren hat sie Ihre Oma mit Pierogi Kochen unterstützt. Sie hat Ihre erste solo kulinarische Performance während Bastard Crowding Symposium auf der Angewandten (AIL) absolviert.
Daniel Mikolajčák wurde in 1987 im Osten der Tschechoslowakei geboren. Er hat sich schon seit Kindheit für Grafik, Design, Kunst und Architektur interessiert. Im 2012 hat er Masterstudium Architektur auf der Universität für Bildenden Kunst Wien angefangen. Im 2015 hat er ein Debüt am Vienna Design Week mit dem Projekt Zwischenwald gehabt. Er ist ein leidenschaftlicher Verkoster von Pirohy seiner Mama.

Das Mehl für die Teigtaschen kommt vom Biohof Schmidt in Neudorf bei Staatz. Danke für die Unterstützung!

Titelbild: ©Joanna Zabielska

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

JStengele_Fettverteilung_Foto_TeresaNovotny

FETTVERTEILUNG – Tischgespräche mit Kaffee & Kuchen
von Julischka Stengele mit ARGE Dicke Weiber (Malena & Christine), Kristina Kuličová, Maira Enesi Caixeta und Sara Ablinger

WO: Alte Milchtrinkhalle | Kongresspark, 1160 Wien
WANN: Mi 8. Juni, 18.30 Uhr

Eine Veranstaltung von Julischka Stengele mit ARGE Dicke Weiber – Feministische Initiative dicker Frauen (Malena & Christine), Kristina Kuličová, Maira Enesi Caixeta und Sara Ablinger.

Dicke Menschen ernähren sich ungesund. Sie sind faul, maßlos und leistungsschwach. Gebildete Menschen achten auf ihre Körper. Das heißt: sie kaufen bio, essen vegetarisch und halten sich mit Sport in Form. Korrekt? 

Beim Thema Essen sind Vorurteile und der erhobene Zeigefinger nie weit. Um Gesundheit geht es dabei allerdings nicht. Die Vorstellungen davon, was einen „guten“ Körper und ein „richtiges“ Konsumverhalten ausmachen, sind weniger von medizinischen Fakten als von u.a. neoliberalen, sexistischen oder rassistischen Strukturen geprägt. 

Die Diskutantinnen* sprechen über diskriminierende Körperbilder, Fettfeindlichkeit, kapitalistische Werte und alternative Strategien im Umgang damit. Thematische Zuckerkunstwerke sorgen dafür, dass der Genuss dabei nicht zu kurz kommt. 

In Kooperation mit Post-Conceptual Art Practices, Akademie der bildenden Künste Wien | Das Leben hat Gewicht, Verein maiz – Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen | Konditorei Marzipanina |  deinetorte.de 

***
Barriereinfo:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Kuchen, Kaffee und Wasser werden ebenfalls kostenlos verteilt.

Es wird einen Kuchen geben, der sowohl vegan als auch glutenfrei ist. 

Der Veranstaltungsort, die Alte Milchtrinkhalle, ist ein mit Rollstuhl zugänglicher Pavillon im Kongresspark. Im Park befindet sich ebenfalls eine rollstuhlgerechte Toilette. Es wird Sitzgelegenheiten ohne Arm- und Rückenlehnen geben. 

Die Diskussion findet auf deutscher Sprache statt. Wir sind um eine zugängliche Sprechweise bemüht.

Während des offiziellen, moderierten Teils der Diskussion ist die Veranstaltung rauchfrei. Wir sitzen im öffentlichen Raum unter einer Überdachung.

Julischka Stengele betätigt sich als Künstlerin, Kulturschaffende und Aktivistin. Vor ihrem Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien machte sie eine Ausbildung zur Köchin. Sozialisiert in der weißen Unterschicht in Westdeutschland, erklärt sie (ihr eigenes) Körperfett zu einem politischen Thema.
ARGE Dicke Weiber – Malena & Christinevertreten die seit 2009 bestehende ARGE Dicke Weiber, welche sich für ein wertschätzendes Miteinander, positive Selbstbilder, Körpervielfalt und ein würdevolles Leben im dicken/fetten Körper einsetzt. Wir stehen ein für eine neue Körperpolitik, in welcher jeder Körper ein guter Körper ist.
Kristina Kuličová bemüht sich, Fett-Diskriminierung auf theoretischer und performativer Ebene sichtbar zu machen. Sie ist Mitbegründerin des von 2013-2015 bestehenden, queer-feministischen, fat_positiven Krawallkollektivs FAT UP und Mitorganisatorin des Berliner Festivals FAT! Fett voll feiern.
Maira Enesi Caixeta (21) ist Afro-Latina, Studentin an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Projektmitarbeiterin von Das Leben hat Gewicht | maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen in Linz. Ihre Gedichte drehen sich um Anti-Rassismus, Depression und Körperbilder aus Schwarzer Perspektive.
Sara Ablinger (30) aka queerfatfeminist ist Kunsthistorikerin*, Aktivistin* und selbstständig mit Atemgymnastik und tantrischer Körperarbeit. Auf unterschiedlichsten Wegen kämpft sie* für mehr Selbstliebe, Sinnlichkeit und Wertschätzung, besonders aber in (Körper-)Selbsterfahrungs-Workshops für dicke Menschen. 


Titelbild: ©TeresaNovotny 


::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

McDonalisierung der Gesellschaft_©Hansel Sato

Die McDonaldisierung der Gesellschaft
Impulsvortrag und Film
von Stefan Peter

WO: Altes Kino | Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
WANN: Mi 8. Juni, 19 Uhr

Impulsvortrag über Ursachen und Entwicklung weltweiter Rationalisierung mit anschließender Filmvorführung des Dokumentarfilms „Mclibel“.
Rationalisierung hat weltweit unseren gesamten Lebensraum vereinnahmt. Dass uns diese wachsende Effizienz, Vorhersagbarkeit, Berechenbarkeit und Kontrolle mehr schadet als nützt, sollte uns endlich klar werden. Am Bespiel von McDonald´s lassen sich diese Mechanismen sehr gut aufzeigen.

Im Anschluss um 19.30 Uhr Mclibel
Dokumentarfilm von Franny Armstrong und Ken Loach, UK 2005, 85 Min., engl. OV
„Mclibel“ handelt vom Mut zweier Menschen, die McDonald´s klagten und damit von der Wichtigkeit der Redefreiheit in einer Zeit, in der multinationale Firmen mächtiger sind als ganze Länder.

Titelbild: ©Hansel-Sato

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

IMG_8302

Das beste Rezept!
Rauminstallation & Performance
Von Angela Proyer
im Rahmen der Ausstellung ‚Erst kommt das Fressen,…dann kommt die Moral‘ von Studierenden der Kunstschule Wien

WO: Altes Museum | Gomperzgasse 1-3, 1160 Wien
WANN: Mi 8. Juni, 20 Uhr

Eine Rezeptsammlung aus den 70er-Jahren („Meisterkoch“) konserviert in Aspik. Auch wenn sich der nachbarliche Essenzubereitungsgeruch quer über den Gang unter dem Türschlitz hindurch in die eigenen Gemächer schleicht und die Privatsphäre kurzfristig gefährdet wird, in den eigenen vier Wänden sind wir König_in; zuhause is(s)t es (sich) halt doch am schönsten (besten). Die Familiengeschichten bleiben ein wohlgehüteter Schatz und nichts wird nach Aussen getragen – nur hinterrücks wird getratscht, was das Zeug hält und das Gulasch verspricht.

Piselli – Alles Gestalten | www.piselli.at | http://piselli-alles-gestalten.tumblr.com

Titelbild: ©Angela Proyer