Ausstellung Oktober 2017

Foto-Ausstellung

„Die Arbeit ist noch nicht zu Ende“
Eine Ausstellung zu Praktiken der Anerkennung in der Arbeitswelt

 

Eröffnung: 24. Oktober 2017, 19 Uhr
Dauer: 25. Oktober bis 12. November 2017
Ort: Altes Kino im Sandleitenhof, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien

honey&bunny | Belinda Kazeeem | Wolfgang Krammer | FXXXismTOSHAIN/CEEH

In den modernen westlichen postindustriellen Gesellschaften ist Arbeit immer noch wesentlich für
Anerkennung, Sinnfindung, und Überwindung von sozialen Ungleichheiten. Die Erwerbstätigkeit von
Frauen oder die berufliche Integration von Migrant*innen sind gute Beispiele, die uns zeigen, wie
Teilhabe an der Arbeitswelt zu Selbstermächtigung und soziale Gerechtigkeit führen kann.
Der Arbeitsplatz ist vor allem ein Ort der Auseinandersetzung mit sozialen Realitäten: Menschen
lernen mit Kolleg*innen umzugehen, sie lösen Probleme und werden dadurch selbstbewusster, sie
erweitern ihr soziales Umfeld und fühlen sich nützlich und integriert.
Andererseits bewirken Arbeitslosigkeit und gesetzlicher Ausschluss aus der Erwerbstätigkeit Anerkennungskrisen.
Gleichermaßen führen Tätigkeiten, die im Arbeitsleben nach neoliberalen Kriterien
als minderwertig oder als nichts – also weder Erfolg noch Anerkennung – bringend zu Erfahrungen
fehlender sozialer Achtung und zu einem sinkenden Selbstwertgefühl. Ebenso hindern prekäre und
flexible Arbeitszeitstrukturen daran, eine Sache wirklich gut zu machen und die Arbeit als erfüllend zu
erleben.
In der Ausstellung „Die Arbeit ist noch nicht zu Ende“ sind vier künstlerische Positionen zu sehen, die
sich mit Themen zu Arbeits- und Produktionsverhältnissen befassen, mit deren Bewertung aufgrund
von Machthierarchien, mit Ausgrenzungen in der Arbeitswelt und mit Strategien der Selbstermächtigung.

 

Kuratiert von: Marie-Christine Hartig, Hansel Sato und Ula Schneider

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