Elektronik Teatime empfiehlt: gemischter satz und reibeklang

elektronikteatime_logo3.jpggemischter satz und reibeklang
Sprechchor und Lautpoesie.

Die Dreharbeiten zum Film „Mistrust Words“, die bisher an Drehorten in Marseille, Genf und Wuppertal stattgefunden haben, werden in Ottakring fortgesetzt. Dieser Kurzfilm bringt der/dem Zuseherin/Zuhörerin die Faszination der Entstehungsprozesse von Lautpoesie näher. In der Projektwerkstatt Soho werden die Probenarbeiten des Sprechchores und der Lautpoetin/en gefilmt. die Aufführung findet dann im Ragnarhof in Ottakring statt.
Sprechchor und Lautpoesie stehen in unterschiedlichen Traditionen. Was beiden gemeinsam ist, ist jedoch der spannende Entstehungsprozess der einzelnen Stücke und Werke. Sowohl Sprechchor als auch Lautpoesie vereinen literarische und musikalische Traditionen zu gleichen Teilen in ihren Werken. Vieles muss erst erfunden werden, in Laute übersetzt, ausgelotet und entwickelt werden – denn beide Formen sind am Papier nur teilweise notierbar. Dieses Erfinden, Übersetzen, Ausloten und Entwickeln ist Thema des Films, der Erschaffungsprozess selbst und die Menschen, die erschaffen.
Der Verein „the voice as the original instrument. verein der freunde der lautpoesien und klangkünste.“ hat das Anliegen, der wenig beachteten Kunstform Lautpoesie ein Forum zu geben, diese Aufführung ist Teil davon. Ebenso wie sein erstes öffentliches Auftreten als Vortragender an der Universität für angewandte Kunst im November 2007 in der Reihe der Lehrveranstaltung “Mediengeschichte Medientheorie” im Rahmen eines medialen Vortrags mit dem Titel “Klangbuchstaben und Tonbandschleifen”, aus dem auch ein Kurzfilm entstanden ist. Der Sprechchor hatte sein erstes öffentliches Auftreten im Rahmen der Uraufführung des Stückes “Aufsteigender Ruf” von Bruno Pisek im Ö1 Hörspielstudio im Mai 2008.
Das Schaffen der Lautpoetin/en entspringt jeweils langfristigen Auseinandersetzungen mit Sprechen, Sprache, Sagbarem und Wortklang. Konkrete gemeinsame Vergangenheit der Lautpoetin/en ist die Zusammenarbeit mit Henri Chopin (F/UK, 1922-2008), dem Begründer der der „poésie sonore“, im Rahmen der Schule für Dichtung in Wien im Herbst 2004. Das Programm dieser Proben in der Projektwerkstatt Soho und der Aufführung im Ragnarhof umfasst sprechchorische Arbeiten, die zum Teil auch mehrsprachig sein werden, Werke für Solostimmen und Chor und Werke für Stimme und klangbearbeitete Stimme durch Life-Elektronik.

Die Lautpoetin/en sind Mitch Heinrich, Lautpoet, Autor, (D); Sophie Reyer, Komponistin (A); Bruno Pisek (A); Peter Waugh, english speaking poet (UK/A);
Der Sprechchor sind Michael Feigl, Veronika Humpel, Agnes Hvizdalek, Alessandra Kopp, Christa Muhr, Sarah Rechberger, Albert Scoma, Astrid Seme, Magdalena Vetter, Martin Studenitsch, Maex Weidlinger.

Veranstalter: „the voice as the original instrument. verein der freunde der lautpoesien und
klangkünste.“ & Ragnarhof
Tontechnik: Harald Heindl
Dreharbeiten: Ernst Pohn Filmproduktion
Proben & Dreharbeiten: Projektwerkstatt Soho
Aufführung & Dreharbeiten: 3.7.2008 20:00 Ragnarhof, 1.Stock, 16., Grundsteingasse
Eintritt: 8,- / 6,-
Abendprogramm mit Pause & Buffett

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